Spannende Jahre liegen hinter der Hannoveraner Band RAUSCHENBERGER: 2009 im Hamburger Popkurs gegründet, erschien das Debüt noch im selben Jahr; mit ihrem zweiten Album „Alles fließt“ folgten 2012 der Plattenvertrag und Touren durch das ganze Land: Geschätzte Kollegen wie Johannes Oerding, Tonbandgerät, Revolverheld und Michael Schulte haben die Band immer wieder als Support eingeladen. Alleine auf der Open Air Tournee von Silly spielten Rauschenberger dabei vor mehr als 25.000 Zuschauern. 2014 gab die „Initiative Musik“ schließlich mit dem Vermerk „Besonders unterstützenswert“ die Förderzusage für Album Nummer drei, das im Herbst 2015 unter dem Namen „Wir sind Alle“ erscheinen wird. Persönliche Geschichten über die Musiker und ihren Frontmann Daniel, der auch Namensgeber, Sänger und Texter der Band ist, stehen im Fokus. Ein Silberling als Spiegel der Sorgen und Ängste einer ganzen Generation.

„Die Menschen meiner Generation haben viele Gemeinsamkeiten. Fast alle streben nach persönlicher Erfüllung und Glück und stellen dabei das Geld als Wertmesser in den Hintergrund. Dennoch endet diese Suche oft in einem rastlosen Abarbeiten von To-do-Listen und einem permanenten Agieren am Limit. Dazu kommt der Fokus auf Individualisierung, das Streben nach etwas Besonderem und der häufig auftretende Irrglaube, dass am Ende immer der Recht bekommt, der am lautesten schreit.“, erklärt Daniel Rauschenberger.

Gedanken eines Mittdreißigers, der das Leben um sich herum und auch sich selbst genau beobachtet, und das Erlebte dann in Worte und Töne fasst. Themen, die viele kennen und Probleme, mit denen die meisten kämpfen bringt er auf den Punkt und singt Sie sich von der Seele. Es geht um all das, was das Leben wunderbar macht und um jene Dinge, die es oft unerträglich erscheinen lassen.

„Nur wenige Bands, die zeitgleich mit uns anfingen, haben den Sprung bis ganz nach oben geschafft. Der Großteil hat jedoch aufgeben, weil trotz Einsatz von viel Kraft, Zeit und Optimismus der kommerzielle Erfolg ausgeblieben ist“, skizziert Daniel die Situation in der Musikbranche. Rauschenberger hat sich die genannten Tugenden auch in schwierigen Zeiten bewahrt.

Wir sind alle“ ist die Arbeit von vier Musikern, die gemeinsam schon alle Höhen und Tiefen des Musikbusiness erlebt und durchlebt haben: Großartige Kritiken und zermürbende Verrisse, Konzerte vor 10.000 Menschen und 10 zahlenden Gästen, Freude über den gemeinsamen Plattenvertrag und Ärger, wenn gemeinsam geschmiedete Pläne schon nach kurzer Zeit nicht aufgingen. Was die Band bis heute zusammenhält und antreibt ist die Liebe zur gemeinsamen Musik, das Brennen für die gemeinsame Idee und eine über Jahre gewachsene echte Freundschaft. Das ist es, was auch die Live-Auftritte charakterisiert und einen Funken zündet, der schnell auf die Konzertbesucher überspringt.

Wir sind alle“ ist aber auch die Platte eines Mittdreißigers, der sich vor Jahren gegen die sichere Laufbahn als Lehrer und für seine große Liebe, die Musik, entschieden hat.